Sonntag, 12. September 2010

Geocaching in und um Tremsbüttel

``Geocaching - Eine moderne Schnitzeljagd mit dem Fahrrad´´ , so stand es auf einem Zettel in der Sattenfelder Bushaltestelle geschrieben. Der VFL Tremsbüttel lud am Sonntag dazu ein. Darüber, ob es sich nun um einen gemütlichen Familienausflug oder eher um eine sportlich ambitionierte Tour, vielleicht gar um einen Wettkampf handeln würde, ließ man den Leser dieses Aushangs im Unklaren. Der Internetauftritt des VFL erwähnte diese Radveranstaltung gar nicht. Daher googelte ich unter dem Begriff Geocaching und erhielt zahlreiche informative Treffer.
Z.B. diesen hier: Link

Nach meinen Erfahrungen bei einigen MTBO´s wollte ich gern neue Eindrücke gewinnen. Das die Veranstaltung quasi vor meiner Haustür stattfinden würde und mich das Thema GPS schon länger interessiert, machte die Entscheidung noch leichter.
Familienausflug oder sportlicher Wettkampf - was da auch kommen möge, ich bin dabei!

Kurz vor elf Uhr fand ich mich also rechtzeitig vor dem Gemeindezentrum Tremsbüttel ein. Dort wartete der 16 jährige Niko mit einem Radlerpärchen mittleren Alters.
Erst recht spät trafen weitere Fahrer ein. Vom Teenager bis zum Ü 40 ´er war das Feld bunt gemischt. Ich kam mir ein wenig Overdressed vor. Lycra und Fully vs. Jeans und Stadtrad. Klickpedal und Trinkrucksack standen Lenkerkorb und Satteltasche gegenüber. Wohl doch eher Familienausflug. Was solls. Zum Reinschnuppern in die GPS Technik vielleicht gar nicht schlecht.

Neben einem ``Laufzettel´´ mit den verschiedenen Koordinaten der Verstecke bekamen wir eine kurze Einweisung in die gestellten Garmin Geräte. Sechs Stück hatte die Jugendabteilung des VFL sich ausleihen können. Somit wäre theoretisch auch die Bildung von sechs Gruppen möglich gewesen. Da sich unter den etwa 14 Teilnehmer drei befanden, die bereits Erfahrungen mit dem Cachen gemacht hatten, bildeten wir kurzerhand eben nur drei Gruppen. Ich wurde dem Radlerpärchen mittleren Alters zugeteilt. Hinzu kam Nico, der bereits ein wenig Erfahrung im Cachen gesammelt hat.

Das Eingeben der Koordinaten war ein Kinderspiel. Das gelingt auch technisch weniger begabten wie mir, recht schnell. Wenn mal erstmal den Bogen raushat, bedient sich so ein GPS Gerät recht intuitiv. Wobei wir heute logischerweise auch nicht alle Funktionen der Geräte nutzten.

Nach vielem Erklären und ein wenig Rumgeschnacke konnte es dann auch bald losgehen. In doch mehr als gemächlichem Tempo schlichen wir auf den Straße Tremsbüttels dahin. Ich kann mich nicht entsinnen, wann ich zuletzt in flachem Terrain so langsam unterwegs war. Familienausflug eben!

Der erste Cach auf unserem Laufzettel war ein Multicach, bei dem man das eigentliche Ziel nur findet, wenn man zuvor andere Punkte gefunden und erreicht hat. Hinzu kam, dass wir auch noch ein Rätsel zu lösen hatten. Das war für uns Newbies dann doch ein wenig viel. Wir erreichten zwar das erste Zwischenziel, konnten aber das Rätsel nicht lösen.
Wir entschieden uns dafür es mit dem zweiten Cach zu versuchen und setzten unseren Weg fort. Das Ziel fanden wir recht schnell. Dort trafen wir auf die zweite Gruppe. Gemeinsam wurde nun gesucht, gefunden haben wir das Versteck jedoch nicht. Bei den Fahrern stellte sich nun so langsam Frust ein.

Ein Abgleich der Laufzettel ergab, dass beide Gruppen, wenn auch in unterschiedlicher Reihenfolge, die selben Caches zu finden hatten. Daher wurde spontan beschlossen die weitere Fahrt gemeinsam fortzusetzen.
Am dritten Cache wurden wir dann auch fündig. Endlich mal ein Treffer. Die Stimmung stieg wieder und die Leute waren nun im Cachefieber. Fortan wurde fleißig navigiert, gesucht und gerätselt. Und das mit Erfolg. Alle weiteren Caches fanden wir dann doch recht schnell.
Weniger schnell war unser Tempo. Das Geschleiche ging mir dann doch irgendwann auf die Nerven. 10 - 12 Km/h auf holsteinischem Asphalt sind einfach, selbst für eine solche Veranstaltung, zu wenig. Zumal die Entfernungen zwischen den Caches stets nur 2 bis maximal 4 Km betrug. Da kann man dann auch mal zügig von A nach B radeln, ohne jemanden zu überfordern. Aber ok. Man nimmt halt Rücksicht auf den Langsamsten.

Zum Schluss trafen sich alle noch zum Klönschnack und Adressenaustausch vorm Tremsbüttler Schloß. Hier hätte man jetzt gerne noch den Grill aufbauen und den durchaus als gelungen zu bezeichnenden Tag ausklingen lassen können.

Fazit:

Es war eine nette kleine Veranstaltung, zu der auch die sympatischen Fahrer/innen ihren Teil beitrugen, die eigentlich ein paar Teilnehmer mehr verdient gehabt hätte.
Ein wenig straffer organisiert, etwas ambitionierter ausgelegt und im www im Vorwege angekündigt hätte sie allerdings sein dürfen. Für eine, von nur wenigen Leuten initiiert und erstmals durchgeführten Aktion ist sie jedoch äußerst lobenswert zu erwähnen. Zudem macht Geocaching unwahrscheinlich Laune. Daran könnte ich Gefallen finden. Für ein eigenes GPS Gerät fehlt derzeit allerdings das nötige Kleingeld. So bleibt zu hoffen, dass der VFL Tremsbüttel wieder zur Schnitzeljagd mit dem Rad aufrufen wird. Gerne werde ich den Ausrichtern bei der Planung und Durchführung hilfreich zur Seite stehen.

2 Kommentare:

  1. Das hat doch bestimmt Spaß gemacht!

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  2. Ja, sogar sehr. Nur der Fahrstreckenanteil und das Tempo hätten höher sein dürfen.

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