BaBi goes GPS

Lange Zeit war der Bagdad-Biker ausschließlich mit Kartenmaterial unterwegs und hat stets auf diese ursprüngliche Form der Navigation geschworen. Eine Radkarte hat schließlich den unschlagbaren Vorteil einer guten Übersicht und somit einer guten Planbarkeit von Routen. Letzteres ist besonders bei längeren und mehrtägigen Touren sinnvoll.
Allerdings sind in den Radkarten selten oder nie wirklich interessante Wege oder gar Trail eingetragen, was beim Radeln einfacher Touren für den Radurlaub von A nach B von geringerer Bedeutung sein mag. Wer aber wirklich tolle MTB-Touren auch abseits von Forstwegen unternehmen möchte, hat im Grunde nur drei Möglichkeiten:

a. Trails selber scouten. (zeitaufwendig mit geringem Spaßfaktor)
b. Bereits bekannte Strecken fahren. (auf Dauer langweilig)
c. GPS nutzen

Die Nutzung eines GPS-Gerätes bringt aus meiner Sicht wesentliche Vorteile mit sich. So wird es möglich, Strecken und Trails, die andere Fahrer bereits gescoutet haben, abzufahren, ohne eine umständliche und eventuell missverständliche Wegbeschreibung verinnerlichen zu müssen. Auch werden fremde Reviere und unbekannte Regionen abseits von Straßen und Wegen nun deutlich zugänglicher.
Die Möglichkeit Tracks im www, up&downloaden zu können, macht den Austausch von Trails mit "Geheimtippfaktor" möglich.

Nachdem ich beim Geocachen (Etrex 10) und im Harz (GPSMAP 60) bereits Leihgeräte dabei hatte, hatte ich mich entschlosen mir selber ein Gerät zu kaufen.
Gar nicht so einfach durch den Dschungel der Geräte mit ihren unterschiedlichen Funktionen und Möglichkeiten durzusteigen. Der Blick in die, wie immer leere, Kasse ließ nur ein gebrauchtes Gerät zu. Für mich stand aber eh fest, dass ein relativ einfaches Gerät zum Üben und Experimentieren am Anfang allemal ausreichend sein würde.Ein paar Punkte wollte ich jedoch in jedem Fall erfüllt wissen. Ein Farbdisplay und ein Batteriefach anstatt eines internen Akkus waren mir wichtig. Ebenso die kartenfähigkeit sowie die Möglichkeit weitere Karten laden zu können. Auch ein SD Kartenslot durfte nicht fehlen. Und es sollte keinen Touchscreen haben, da der Akkulaufzeit frisst wie ein hungriger Wolf die Lämmer und mit Handschuhe eh schwer zu bedienen ist.

Die Suche begann und endete in der E-Bucht. Die Wahl fiel auf ein Garmin Vista Cx. Ein etwas älteres Modell, dass aber ausreichend sein sollte, auch wenn die Bdienknöpfe für Radfahrer etwas unpraktisch an der Seite angebracht sind. Kostenpunkt 55 €.
Wie sich das Gerät in der Praxis schlagen wird, werde ich dann hier berichten.


Die prähistorische Epoche von im Wind zerrupfter Karten und Roadbooks wird in naher Zukunft jedenfalls ein Ende haben. Die von mir aufgezeichneten Tracks werde ich euch dann gerne zur Verfügung stellen.Ob dies direkt hier im Blog erfolgen oder per Link auf einer externen Seite geschehen wird, steht noch nicht endgültig fest. Zunächst muss ich mich erstmal durch die Software friemeln....

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